Zwei Jugendliche und eine Lehrerin sitzen im Klassenraum um ein Tablet, auf dem ein Chatbot-Dialog zu sehen ist; daneben liegt eine aufgeschlagene Bibel, an der Wand hängt ein Kreuz.

Künstliche Intelligenz im evangelischen Religionsunterricht: Zwischen Effizienzversprechen, ethischer Urteilsbildung und theologischer Verantwortung

Warum ist das zentrale evangelische Kriterium für KI im Religionsunterricht nicht Effizienz, sondern Freiheit und die Fähigkeit zum eigenen Urteil? Olav Richter vom RPI Karlsruhe prüft generative KI auf Bias und Ausschlüsse, bestimmt ethische Urteilsbildung und theologische Deutung als nicht delegierbar, diskutiert die Simulation von Nähe kritisch und skizziert eine KI-Didaktik für tiefere Urteilsprozesse. Wiederveröffentlichung aus den Badischen Pfarrvereinsblättern 7/2026 als OER.

11. September 2026 · Olav Richter

Auf der Suche nach Junia(s)

Das Material beschäftigt sich mit der textkritischen Frage, welche Person Paulus in Röm 16,7 als Apostel grüßt (eine Frau? einen Mann?) und vermittelt dabei Grundlagen zur antiken Schreibkultur und wissenschaftlicher Textarbeit. Das Material wurde für einen 90-minütigen Workshop (ab Klasse 8) vom Institut für Katholische Theologie an der Universität Vechta entwickelt und kann im Religionsunterricht zu den Themen Nachfolge oder Ämter im Frühchristentum eingesetzt werden. Es steht als frei nutzbares Lehrmaterial (OER) zur Verfügung.

30. April 2026 · Jonas Breuer
Bücherregal (Quelle: Unsplash, Foto von Susan Q Yin)

Autorisierte Schulbücher oder offene OER? Eine Frage der Materialkultur

Wie entstehen eigentlich die im Religionsuntericht verwendeten Materialien? Neben institutionell geprüften Religionsschulbüchern kommen auch zunehmend mehr offene Bildungsressourcen, sog. OER, zum Einsatz. Der Beitrag beleuchtet, wie sich institutionelle Verbindlichkeit und partizipative Offenheit von Unterrichtsmedien zueinander verhalten und fragt danach, was dies für eine zukunftsfähige Materialkultur bedeuten kann.

26. Januar 2026 · Laura Mößle